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Wer kennt das Dümmer Land und den Dümmer See?

13.08.2011

 

...das war die Frage bei der Busfahrt der Turnabteilung am 13. August 2011. Nur ganz wenige der 90 Teilnehmer kannten den Landstrich zwischen Bielefeld und Osnabrück und noch weniger waren bis zu diesem Zeitpunkt schon einmal dort. Die Neugier war also geweckt und somit brachen wir auf in ein „unbekanntes Land“. Auf dem Weg dorthin, vorbei an Warburg und Paderborn gibt es viel flaches Land, Getreidefelder und Weiden mit Kühen und Pferden. Der See selbst ist Naturschutz­gebiet und umgeben von einer Moorlandschaft.

Auch in diesem Jahr benötigten wir wieder zwei Busse der Firma Reifer, um die 90 Teilnehmer dieser Fahrt zu befördern. Das Wetter zeigte sich zur Abfahrt um 7.30 Uhr nicht von seiner besten Seite, denn als wir losfuhren, begann es zu regnen. Doch je weiter wir uns von Kassel entfernten, umso weniger regnete es, der Himmel wurde immer heller und zum Frühstück auf dem Rastplatz blieb alles trocken. Das schon traditionelle Buffet war mit fleißigen Helfern schnell aufgebaut und wieder so reichlich, dass noch genügend für einen Abendimbiss übrig blieb.

Kurz nach 11.00 Uhr erreichten wir den Dümmer See und bestiegen gleich die bereits wartenden Segelboote. Wer jetzt einen flotten Segeltörn mit flatternden Segeln und einer steifen Brise über schäumenden Wellen erwartet hatte, der wurde ziemlich enttäuscht. Es herrschte absolute Flaute! Ohne ein Boot mit Motor, welches noch zwei weitere Schiffe ins Schlepptau nahm, wären wir keinen Meter weit gekommen. So zogen wir wie eine Karawane über den nur 1,50 m tiefen, spiegelglatten See, freuten uns am aufgekommenen Sonnenschein und der Natur ringsherum. Für alle Nicht-Seefahrer war es so eine entspannte Stunde auf dem Wasser, so dass selbst die gefürchtete Seekrankheit keine Chance hatte.

Vom See fuhren wir dann mit dem Bus direkt in Meier`s Deele zum Mittagessen. Nachdem wir uns mit Burgunderbraten und heißen Früchten in Weinschaumsoße gestärkt hatten – jeder konnte essen, so viel er wollte bzw. konnte – standen schon vier Planwagen für den nächsten Programmpunkt des Tages bereit. Nach dem Dümmer See konnten wir jetzt das Dümmer Land auf ökologisch unbedenkliche Weise "erfahren". Wir wurden nämlich von jeweils zwei kräftigen Pferden gezogen, die anscheinend mit den paar Touristen auf dem Wagen keine Probleme hatten. Das angekündigte Fassbier und der "Planwagenzauber" waren an diesem Tag aber irgendwie abhanden gekommen. So beschränkte sich die Fahrt durch das Oppenweher Moor denn auch im Wesentlichen auf gepflegte Gespräche, die Beobachtung von Flora und Fauna und der Einnahme von etwas "Verdauungsmedizin".

Dann war auch schon die Zeit für die Rückreise gekommen, die wir nach einem kleinen Schnäpschen zur Stärkung antraten. Nach der Hälfte der Fahrzeit wurden die bereits erwähnten Reste des Frühstücks nochmals aufgebaut, dazu gab es noch Kaffee und Kuchen und als besonderes Andenken an diese Fahrt auch noch ein Bierglas eines hier nicht genannten Sponsors (ist aber auf dem Glas nachzulesen).
Manfred Lattemann bedankte sich für den regen Zuspruch an dieser Fahrt und den Helfern bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Tour und wir bedanken uns bei den beiden "Lattemännern" für die wieder gute Organisation dieser Reise.

Als wir gegen 20.00 Uhr heimatliche Gefilde erreichten, fing es wieder an zu regnen. So endete der Tag, wie er begonnen hatte, und der Kreis war geschlossen.

Doris Bartke
Schriftführerin Turnen