Wandern

Unsere erste Wanderung im neuen Jahrzehnt … 2020

 

 

Zur ersten Tour trafen sich die Wander­freunde am 12.01.2020 wieder zu­sammen. Leider konnten auf Grund von grippalen Infekten nicht alle dabei sein. Unter anderem hatte es auch unseren Wanderführer Hans Ohlwein erwischt, der aber bereits soweit wieder her­gestellt war, dass er sich nachmittags zur gemein­samen Einkehr dazugesellen konnte.

Neu in der Gruppe war Hildegard zu be­grüßen, die erstmals als Gast­wanderin teilnahm. In Fahr­gemein­schaft fuhren wir mit dem Auto nach Zierenberg zur Camping-Gaststätte „Zum Warme­tal“. Von hier aus startete unsere Tour zu einem entspannten und nur 8,5 km langen Weg rund um Zieren­berg. Laut Google ein Fachwerkstädtchen, das erst­mals 1242 erwähnt wurde und in 1298 bereits Stadtrechte erlang. Das älteste hess­isches Fach­werk-Rathaus in der Orts­mitte stammt von 1450 und die gleich danebenstehende spätgotische Stadt­kirche wurde zwischen 1293/1343 erbaut.

Unsere Strecke war vom WF Peter Schöppe etwas modifiziert worden. Bedingt durch die vom Regen vielerorts aufge­weichten und unpassierbaren Pfade blieben wir auf befestigten land­wirt­schaftlichen Wegen, auch um damit einem Ausrutschen und ggf. Stürzen vorzubeugen. Der Wettergott war zudem am Sonntag gut gelaunt und

verschonte uns vor Regengüssen. Lediglich ein kräftiger und böiger Wind pustete uns kräftig durch.

Zwischendurch, bei einer Trinkpause, gab es dann noch ein paar launige Worte vom WF zum neuen Jahr, ver­bunden mit den besten Wünschen für einen Jeden und der Wandergruppe im Besonderen.

Und während wir dabei die Aus­sicht auf den schönen Fachwerkort Zierenberg genossen, gab es nach­träg­lich noch ein Geburtstags­schnäpschen von der Wan­derfreundin Brigitte Klose. Komplettiert wurde das Ganze mit Plätzchen von der Hanne Bräutigam und schokoladige Leckereien von Barbara Ohlwein.

Es war nicht nur eine sportliche, son­dern auch genussreiche erste Tour. Am späten Nachmittag fand man sich noch in der Gaststätte zu einem gemein­samen, leckeren „Rippchen-Essen“ ein, welches schon Tradition hat. Gut ge­stärkt und rund­um zufrieden waren alle gegen 18.30 h wieder zu Hause.

Wer nun auch mal Lust auf einen unter­halt­samen und von guter Stimmung ge­tra­genen Sonntag hat, verbunden mit etwas Bewegung, kann sich uns jeder­zeit anschließen. Egal, ob als Single oder mit Partner – statt sonntags allein zu Hause – zusammen mit Freunden wandern.

Euer Wandermitglied Brigitte Klose

 

 

Zum Wandern ins schöne Tirol …..

Schon Anfang des Jahres ergab sich die Möglichkeit zu einer besonderen Wander­reise. Es sollte im September nach Walchsee ins schöne Tirol gehen. Ruck zuck hatten   sich viele Wanderfreunde für die Fahrt an­gemeldet. Leider konnten einige aus der Gruppe nicht mitfahren, da sich der Reise­termin mit einer Fahrt des Blas­orches­ters, für die man sich schon angemeldet hatte, überschnitt. Die Zeit ging dahin. Schließlich war der 29. September gekom­men und es ging los. Morgens um 07.00 Uhr trafen wir uns zur Abfahrt am Bhf. Wilhelms­höhe. Mit dem Zug ging es über München nach Kufstein und von dort aus mit dem Groß­raumtaxi nach Walchsee. Einchecken und Zimmerbelegung erfolgte problemlos. Somit fand man sich noch am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein zu einer ersten Erkundungstour um den See zu­sammen. Abends ließen wir den ersten Tag bei reich­lich gutem Essen vom Buffet aus­klingen.

Am Montagmorgen ging es zur ersten Bergtour. Mit rund 10 km Gesamtlänge führte uns der steil ansteigende Weg vorab zur Riederalm, wo wir erst einmal unseren Durst löschten, dann weiter über Otten- und Edernalm Richtung Staffnerhof. Mit dem Bus ging es zurück zum Hotel. Lediglich Heide und Brigitte waren nicht zu bremsen und liefen noch die restlichen 7 km bisWalchsee. Abends nach dem Essen traf man sich in der gemütlichen Bar und ließ die Eindrücke des ersten Wandertages noch einmal Revue passieren.

Für den nächsten Tag war wieder schönstes Wetter angesagt, so dass die Wanderführer beschlossen, das Unter­berghorn in Angriff zu nehmen.

Mit der Seilbahn fuhren wir hinauf zur Bergstation „Bärenhütte“. Leute, was war das für eine Aussicht. Nur ein kleines Stück weiter hinauf und man konnte bis zum Chiemsee sehen und nach Reith im Winkl. Vom Gipfel­kreuz aus in die andere Himmelsrichtung ging der Blick zum Wilden Kaiser, den Kitzbüheler Alpen und etlichen anderen Gipfeln mit weit über 2000 m Höhe.

Nachdem die Gruppe rund 1,5 Stunden die Gegend rund um die Bergstation erkundete hatte, wanderten wir Richtung Talstation. Es ging mächtig bergab. In der Scheibenwaldhütte wurde noch einmal eingekehrt, um die Beinmuskulatur etwas zu entspannen. Dann hieß es: auf zum Schlussspurt. Von der Talstation aus fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hotel. Alle waren von der Tour begeistert und viele Fotos wurden zur Erinnerung gemacht.

Der Mittwoch fiel im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser“. Es regnete ohne Unterlass und an eine Wanderung war nicht zu denken. Kurz entschlossen fuhr man nach Kufstein, der „Perle Tirols“. Es wurde für alle zu einem kulturellen und auch shoppingmäßigen Erlebnis. Gut gegessen wurde ebenfalls. Manch Tiroler Schmankerl tröstete uns über das nasse Wetter hinweg. So ging es gut gelaunt am späten Nachmittag zurück ins Quartier.

Donnerstag, unser letzter aktiver Wander­­tag in Walchsee, lud wieder zum Wandern ein. Und obwohl es hin und wieder von oben etwas tröpfelte, legten wir gut gelaunt los. Unsere Tagestour führte uns auf ganz moderaten Wegen dem Städtchen Kössen entgegen. Das Ganze wurde verbunden mit einer mittäg­lichen Einkehr beim Riedlwirt. Nach einer angemessenen Stärkung ging es weiter bis zum Zielort. Ein Teil der Gruppe fuhr ab hier mit dem nächsten Bus zurück. Der andere Teil zog weiter ins Städtchen, zum renommierten Trachtenausstatter Giesswein, wo manch einer noch ein zünftiges Outfit er­stand.

Abends, nach dem Buffet, fanden wir uns zu unserer geplanten Abschiedsfeier zu­sammen. Alle hatten sich landestypisch gekleidet und waren bester Laune. Wir sahen mit unseren Trachtenblusen und -Hemden aber auch wirklich fesch aus. Neben Witze erzählen und sonstigen Kalauern sorgte das Spiel „Willi ist krank“ für einen Höhepunkt an diesem Abend und es herrschte ausgelassener Frohsinn. Allen Mitwirkenden an diesem Spiel noch einmal herzlichen Dank dafür, dass sie den Spaß mitgemacht haben.

Am nächsten Morgen hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen. Etwas müde vom Vorabend und auch etwas wehmütig traten wir die Heimreise an. Alles hatte wunderbar geklappt und war gut organisiert. Am späten Nach­mittag waren wir wohlbehalten wieder zu Hause.

Fazit der Reise: Einfach toll – jederzeit wieder!!!!

Herzlichst grüßt euch mit diesem Reisebericht euer Wandermitglied

Brigitte Klose

Darüber hinaus sind wir aber auch nach unserer Reise fleißig, 14-täg. gewandert. Am 21.10. liefen wir u. a. in Nieste auf dem ECO-Pfad Gläsnertal. Am 03.11. um den Berg der Fee in Oberlistingen und am 17.11. eine weitere interessante Tour über Wilhelmstal, Fürstenwald nach Weimar. Ein vorgezogenes Datum war der 30.11., da man sich nach der Wanderung noch auf dem Weihnachtsmarkt in Oberzwehren traf.

Wer also gern einmal dabei sein möchte, ist jederzeit herzlich willkommen. Infos dazu findet ein jeder auf der Inter­net­seite des TSV, der Geschäftsstelle oder bei Hans Ohlwein direkt.

Wandern in Kassel und ganz Nordhessen

Wir wandern in ganz Nordhessen. Gäste sind jederzeit herzlich willkommen. Die Ankündigung des Treffpunkts kann man Freitags im Vereinskalender der HNA nachlesen.

Kontakt
Abteilungsleiter
Hans Ohlwein
Telefon 0561 415 76

Wandern in Kassel und ganz Nordhessen

Wanderungen

  • Wanderung jeden 2. Sonntag im Monat (etwa 10 bis 12 km)
  • Jeden 1. Donnerstag im Monat, vereinsoffener Wandertag vormittags circa 9 km

Sonstige Aktivitäten

  • Wanderwochen in den Bergen
  • Tagesausflüge (Reisebus) mit Wanderungen, Besichtigungen und Führungen
  • Teilnahme an Großwanderungen des Turngaues u.a.

Kurzinformation

Zur Zeit gehören der Wanderabteilung 94 Mitglieder an, mehr als die Hälfte davon sind aktive Wanderer. Wandern ist Bewegung. Bewegung aus eigener Kraft. Wandern ist Natursport. Beliebig variierbar, allzeit zu praktizieren und überall durchzuführen. Wandern ist Aktivität. Körperliche Aktivität in der Natur.

Die Fähigkeit des Menschen, sich aufrecht und selbständig fortzubewegen, ist die Schlüsselkompetenz zum "Erfahren" der Welt und Mittel zum Zweck in einem. Alle Funktionen und Sinne, von der kleinsten Kapillare der Lunge bis zum größten Muskel, haben sich im Laufe der Evolution auf die Bewegung, auf das Gehen abgestimmt.

Wandern in Kassel und ganz Nordhessen

Vom Bewegungsmangel zur aktiven Erholung

Als ob es eines Beweises für die Wohltaten des Wanderns bedürfte! Folgt nicht auf angemessene körperliche Beanspruchung tiefgehende Erholung? Vielen sind die komplexen Wechselwirkungen zwischen Psyche und Physis völlig unbekannt, selbst Vorgänge, die bei nur minimaler Aufmerksamkeit und Sensibilität jeder am eigenen Leibe registrieren könnte (Pulsfrequenz, Atemlosigkeit, Erschöpfung, Atemleistung oder Gewichtsveränderungen) sind unbekannt, das Wissen darum verkümmert oder verloren.

Dabei gilt dem aufgeklärten Menschen dieser Tage Gesundheit doch als höchstes Gut!

Regelmäßiges Wandern führt zur signifikanten Entlastung des Herzmuskels. Das bedeutet verminderter Sauerstoffbedarf der einzelnen Herzmuskelfasern. Die längere Füllungsphase des Herzens mit Blut verbessert die Durchblutung der inneren Herzmuskelschichten. Der Puls bei gleicher Belastung sinkt, die Herzarbeit reduziert sich. Der systolische Blutdruck (der obere Wert bei der Blutdruckmessung) wird niedriger.

Ausdauerndes Wandern verbessert den Stoffwechsel im arbeitenden Muskel. Die notwendigen Enzyme vermehren sich. Das dem Zucker verwandte Energiedepot Glykogen nimmt signifikant zu. Neue Kapillaren (kleinste Blutgefäße) entstehen, die arbeitende Muskulatur wird besser mit Sauerstoff versorgt.

Ausdauerndes Wandern verändert das Blutbild. Das Immunsystem reagiert mit der Vermehrung weißer Blutkörperchen und steigert die Produktion von Killer-Zellen (NK-Zellen), die bei der Abwehr von Viren oder Tumorzellen eine wichtige Rolle spielen.

Ausdauerndes Wandern schont das Herz durch die Anregung des Sympathikus-Nerves und die damit verbundene Ausschüttung von Stresshormonen. Diese entstressende Wirkung auf das kardiovaskuläre System kann der Entstehung einer Ateriosklerose begegnen und beugt einer Angina pectoris, dem Herzinfarkt und der Hirngefäßverkalkung vor.

Ein neues Wandermitglied berichtet…

Mit Freude berichte ich heute mal von meinem „ersten halben Jahr“ in der Wandergruppe des TSV.

Schon immer war ich gerne zu Fuß in der Natur unterwegs. Im Okt. ‘18 in Rente gegangen, verfügte ich nun über eine sogenannte „geregelte Freizeit“, die ausgefüllt werden wollte. Da lag es nahe, ein weiteres Angebot des TSV zu nutzen und trat der Wanderabteilung bei. Die Touren finden 14-tägig, jeweils sonntags zw. ca. 12.00 und 16.30 Uhr statt, und werden von den Wander-führern P. Schöppe u. H. Ohlwein be-gleitet. Oft werden Touren auch in 2 Varianten angeboten, einer kürzeren und einer längeren, so dass für jeden das Passende dabei ist.

Jetzt, nach 6 Mon. kann ich durchaus sagen, dieser Schritt hat sich gelohnt. Zum einen wurde ich von der Gruppe sehr herzlich als neues Mitglied aufge-nommen, zum anderen wurde ich darin bestätigt, dass das, was man gemein-sam macht, mehr Freude bereitet. Die zurückgelegte Wanderstrecke, die ein jeder schaffen kann, bringt einem nicht nur die körperliche Bewegung, sondern auch durch alle Sinne geprägte umfang-reiche Eindrücke. Es gibt, wie man so schön sagt, in Wald u. Flur immer wieder viel zu sehen, zu hören und auch zum Rätseln, Geschichtsträchtiges und Geheimnisvolles.

Man unterhält sich über Gesehenes und Gehörtes, tauscht sich aus über selbst Erlebtes oder andere Anekdoten. Gemeinsamkeit wird in der Wander-gruppe „groß“ geschrieben. Es ist ein Miteinander und kein Nebeneinander. Darüber hinaus veranstaltet die Gruppe regelmäßig 1 bis 2 Bus-Touren (habe ich mitgemacht), ein Sommerfest, sowie eine vorweihnachtliche Tour zum „Gänse-Essen“ oder einem „Weih-nachtsmarkt“. Je nach dem, was der Kalender und die Angebote vorgeben. Unsere Wanderführer waren wohl in dieser Hinsicht stets sehr erfindungs-reich; hatten aber gleichzeitig ein offenes Ohr für Vorschläge jeglicher Art. Zum Jahresabschluss erfolgt dann noch, wie in jedem Verein, die obligatorische Weihnachtsfeier.

Mein Fazit also u. der Grund für diesen Bericht: Der Eintritt in die Wanderab-teilung war die richtige Entscheidung, u. ich freue mich schon auf viele weitere schöne Touren. Ich kann guten Gewis-sens einem jeden raten, es selbst ein-mal zu probieren. Egal, ob als Single (wie ich), oder mit Partner – statt sonntags allein zu Hause – zusammen mit Freunden wandern.

Herzlichst grüßt Brigitte Klose mit Wanderhund „Nero“ und Liebling der Gruppe